Neue Informationen zum Thema Breitbandanschluss
DSL-Infoveranstaltung vom 06.03.2010 im Pfarrhof Oberbergkirchen
Die überaus gut besuchte DSL-Infoveranstaltung zeigte, dass ein sehr großes Interesse der Bürger vorhanden ist.
Die bereits über fünf Jahre andauernden Bemühungen der Gemeinde Oberbergkirchen um den Breitbandausbau scheint jetzt Früchte zu tragen. Die Realisierung des Breitbandausbaus wurde erst durch die Kostenbeteiligung der Gemeinde (mit den Fördermöglichkeiten der Regierung) möglich.
Markus Lützenburger, Produktmanager Festnetz der Telekom gab einen Überblick über die Ausbauarbeiten. Es wurden 1.260 Meter Leerrohr und 5000 Meter Glasfaserkabel verlegt und die Vermittlungsstellen mit aktiver DSL-Technik ausgestattet. Laut Ausführung von Herrn Lützenburger soll noch im März 2010 für den Vorwahlbereich 08637 DSL in Betrieb genommen werden.
In der Gemeinde Lohkirchen soll der restliche Teil ca. drei Wochen später angeschlossen werden.
Herr Markus Hentschel von der Firma Enzinger stellte die technischen Details zum DSL-Anschluss vor. Anhand des nachfolgenden Beispiels erklärte er die Schnelligkeit des DSL´s: Die Zeit zum Download einer Datei mit 5 MB dies entspricht z.B. einem MP3-Musikstück in CD-Qualität dauert mit Modem 56 K 11 Minuten 54 Sekunden, mit ISDN 65 K 10 Minuten 15 Sekunden, mit DSL 2000 19 Sekunden, mit DSL 6000 6 Sekunden und mit DSL 16000 2 Sekunden.
Breitbandpate und Breitbandbedarf
Der Ausbau der Breitbandversorgung hat eine hohe Priorität in den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen.
Frau Irene Seitz wurde zum Breitbandpaten der Breitbandinitiative Bayern (www.breitband.bayern.de) bestellt.
Die Bedarfsanalyse wurde mittlerweile durchgeführt. Nachfolgend finden Sie das Ergebnis der Bedarfsanalyse zum Download.
In Oberbergkirchen und Lohkirchen wird gebaut

Quälend langsames Internet, ständig abbrechende Downloads. Für viele in Oberbergkirchen leidvolle
Erfahrungen. Für über 300 Haushalte ist damit bald Schluss. Dieser Tage traf der Förderbescheid der Regierung von Oberbayern ein. 18.000 Euro erhält die Gemeinde an Fördermitteln für den Breitbandausbau.
Damit wird die Finanzierung erheblich erleichtert. Bereits im März hat die Gemeinde einen Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom geschlossen. Die Verlegung von 6,4 Kilometern Glasfaserkabel soll in Kürze beginnen und noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. 5,14 Kilometer können in vorhandenen Leerrohren verlegt - eingeblasen werden - wie sich der Fachmann ausdrückt. Die übrigen 1,26 Kilometer müssen in offener Bauweise verlegt werden. Im Ort Oberbergkirchen werden zwei neue Verteilerkästen aufgestellt, in die auch die Technik, die Outdoor-DSLAMs untergebracht werden. Die Technik wird noch etwas auf sich warten lassen. Nach Auskunft der Telekom soll neueste Technik zum Einsatz kommen. Für die Zukunft bietet diese mehr Möglichkeiten, ist aber derzeit noch in der Erprobung. Vereinbarungsgemäß wird der Ausbau
bis Frühjahr 2010 abgeschlossen sein, so die vertragliche Zusicherung der Telekom. Bürgermeister Hausperger sieht im Ausbau mittels Glasfaserkabel die optimale Lösung für Oberbergkirchen. Im Nahbereich
der Verteilerkästen werden Geschwindigkeiten bis zu 16.000 kBit/s möglich sein. Bis zu einem Umkreis von 5 Kilometern ist ein Breitbandempfang zu erwarten. Es werden also auch Ortsteile wie Asenham, Aubenham oder Loipfing einen schnellen Internetanschluss bekommen. Mit der Glasfasertechnik ist auch eine zukünftige Erweiterung mit höheren Bandbreiten, 25 oder bis zu 50 Mbit/s, auf der Kupferanschlussleitung möglich.
Profitieren wird von dem Ausbau auch die Gemeinde Lohkirchen. In Lohkirchen wird ebenfalls ein Kabelverzweiger für den westlichen Gemeindebereich mit aktiver T-DSL Technik erweitert. Bürgermeister Sedlmeier kann deshalb mit etwas Stolz vermelden, dass die Gemeinde Lohkirchen nach erfolgtem Ausbau keine Lücken mehr im Breitbandausbau aufweisen wird. Insgesamt über 300 Haushalte im Vorwahlbereich 08637 erhalten schnelles Internet. Auch im nördlichen Bereich der Gemeinde Zangberg werden einige Haushalte vom Ausbau profitieren.
Begonnen hat die Gemeinde Oberbergkirchen ihre Bemühungen um einen Breitbandausbau schon vor fünf Jahren. Die Gemeinde blieb in ständigem Kontakt mit der Deutschen Telekom. Anfang 2008 kam dann das erste konkrete Angebot, das der Gemeinde aber als unfinanzierbar erschien. Mit dem Erlass der Breitbandrichtlinie kam wieder Bewegung in die Verhandlungen. Im Oktober 2008 wurde die bereits 2007 begonnene und für das Förderverfahren vorgeschriebene Ist- und Bedarfsanalyse abgeschlossen. Ebenfalls im Oktober wurde die Markterkundung durchgeführt und im November folgte das Auswahlverfahren, das am 5.
Dezember endete. Sofort nach dessen Ende wurden die Angebote gewertet und Gespräche mit der Regierung von Oberbayern über die Förderfähigkeit geführt, die sehr positiv verlaufen sind. Am 15. Januar wurde der
offizielle Zuwendungsantrag als einer der allerersten Anträge im Regierungsbezirk Oberbayern gestellt. Nach Eingang der Mitteilung über die Förderfähigkeit der Maßnahme durch die Regierung von Oberbayern
wurde im März 2009 der Kooperationsvertrag mit der Deutschen Telekom unterschrieben. Der Kostenbeitrag der Gemeinde beträgt 36.000 Euro, wovon 18.000 Euro wieder als Fördermittel zurück in die Gemeindekassen ließen. Der Zuwendungssatz beträgt nur 50 Prozent anstelle der mittlerweile geltenden 70 Prozent, da der Kooperationsvertrag bereits im März unterschrieben wurde. Der erhöhte Fördersatz gilt rückwirkend nur für
Maßnahmen, die nach dem 31. März begonnen wurden. Es stellt sich deshalb die Frage, ob die Gemeinde zu schnell gehandelt hat. Bürgermeister Hausperger sagt dazu ganz klar nein. Der Leidensdruck war zu groß, um
noch länger hätte warten zu können. Von dem Termin 31. März wusste damals ja niemand etwas. Auch verweist er auf Gemeinden, die später reagiert haben und gar kein Angebot von der Telekom bekommen oder bei
denen bestehende Angebote wegen des Auslaufens der Bindefrist nicht verlängert wurden.
Auch für das übrige Gemeindegebiet sollen noch Lösungen gefunden werden. Nachdem das Ergebnis der vom Landkreis Mühldorf initiierten Machbarkeitsstudie vorliegt, ist die Gemeinde bereits in Verhandlungen mit der Firma mvox. Als Ziel hat sich der Bürgermeister gesetzt, dass wenigstens die allermeisten Haushalte mit schnellem Internet versorgt werden, wenn es auch kaum gelingen wird, alle Haushalte zu erreichen.