Aus der Bürgerversammlung Schönberg

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Die Zukunft kann kommen!

Der Breitbandausbau, der geplante Neubau eines Feuerwehrhauses mit Wohnungen, der Straßenbau oder die Finanzen der Gemeinde Schönberg, alle diese Themen interessierten die vielen Besucher der Bürgerversammlung 2018 im Gasthaus Lauerer in Aspertsham.

Mit der Aufschaltung der Hausanschlüsse geht der Breitbandausbau im geförderten Außenbereich in die Fertigstellungsphase. 55 Kilometer Glasfaserleitungen wurden verlegt und 244 Hausanschlüsse erstellt. Wenn die Witterung es zulässt, wird der eigenwirtschaftliche Ausbau der Siedlung Lerch in Angriff genommen. Dabei werden alle Anwesen mit einem Leerrohr bis zur Grundstücksgrenze angefahren. Wer sich später für einen Anschluss entscheidet,  muss die Mehrkosten für die Tiefbauarbeiten selber aufbringen. Reinhard Gierl von der Firma Amplus AG, seit Beginn der Bauarbeiten für die Gemeinde Schönberg zuständig, beantwortete die Fragen der Besucher insbesondere zur Vertragsumstellung bereitwillig. Nach der Fertigstellung wird die Gemeinde Schönberg neben der Gemeinde Essenbach bei Landshut die einzige bayernweit sein, die flächendeckend mit Glasfaser versorgt ist.
Ein großes Thema in der Bürgerversammlung war erwartungsgemäß der Neubau des Feuerwehrhauses mit Wohnungen an Stelle des alten Raiffeisengebäudes. Der Bürgermeister stellte der Versammlung dazu zwei Varianten für den Neubau vor. Eine rege Diskussion entstand in erster Linie um die Dachkonstruktion. Soll ein Satteldach oder ein Pultdach entstehen? Weitere Themen waren Geschosshöhe, Raumhöhe oder auch das Energiemanagement in dem geplanten Gebäude.
Mit dem Ausbau der Gemeindestraße von Hausberg nach Grabing sowie dem Teilausbau der Straßen in der Hofmark und der Straße in Etzmaring, wird dem Ansinnen des Gemeinderates, die Gemeindestraßen nach und nach in einen guten Zustand zu versetzten, in diesem Jahr Rechnung getragen. Auch die Resterschließung der St. Michael-Straße wird in diesem Jahr in Angriff genommen. Schon in der Bürgerversammlung lud der Bürgermeister zur Vorstellung des mittlerweile fertiggestellten Heimatbuches am Sonntag, den 15. April um 14 Uhr im Gasthaus Esterl ein.
Auch der Naturschutz wird in der Gemeinde Schönberg immer mehr gewichtet. Mit dem Erwerb einer Ausgleichsfläche am Elsenbach bei Groislmühle können mit einer Umgestaltung 66.000 Ökopunkte erzielt werden. Gleiches gilt für die Schaffung von Blühflächen. Nicht nur die Landwirte sind gefordert für Bienen und andere Insekten Lebensraum zu schaffen, auch die Gemeinde denkt darüber nach, auf unbebauten Bauparzellen Blühflächen anzulegen. Besonders geschützt werden sollen auch die Kibitzgelege, die sich in der Gemeinde befinden. In die gleiche Kerbe schlagen die Imker, der Vorstand Ludwig Freilinger lud bei der Gelegenheit zum 70-jährigen Gründungsfest mit Standartenweihe im November dieses Jahres ein.

Die Gemeinde Schönberg in Zahlen
Stetig, aber in geordneten Strukturen wächst die Gemeinde. 1.033 Personen haben derzeit ihren Hauptwohnsitz in Schönberg. Im Jahr 2017 konnten drei Eheschließungen beurkundet und 16 Geburten gezählt werden. 75 Kinder werden derzeit im Kindergarten von 13 Erzieherinnen bestens betreut. Für die Kindertagesstätte gibt die Gemeinde rund 130.000 Euro aus, gut angelegtes Geld, wie der Bürgermeister betonte. Sehr zu seiner Freude sind in den kommenden Jahren zwei Schuleingangsklassen im Schulverband gesichert, somit auch der Schulstandort in Schönberg.
Seit 2012 ist die Gemeinde schuldenfrei. Anhand von Statistiken gab der Bürgermeister Einblick in die Finanzen der Gemeinde.
Das Haushaltsvolumen betrug 2017 3.114,529 Euro. Die Rücklagen betragen 579.087 Euro. Die pauschale Investitionszulage beträgt wie im Jahr zuvor 126.500 Euro, die Schlüsselzuweisungen betrugen 348.000 Euro. An Kreisumlage mussten im letzten Jahr 442.194 Euro entrichtet werden. Der Bürgermeister lobte den Fleiß seiner Gemeindebürger, dies schlägt sich nieder in den Steuereinnahmen der Gemeinde. Der Anteil an der Einkommenssteuer betrug 516.282 Euro und die Gewerbesteuer stieg im Jahr 1917 auf 300.654.Euro, die Grundsteuer A lag bei 69.754 Euro und die Grundsteuer B bei 46.393 Euro.
(Bericht: Anneliese Angermeier)

2018-03-21T13:00:50+00:00