Pfarrverband Schönberg mit beachtlichem Adventskonzert

//Pfarrverband Schönberg mit beachtlichem Adventskonzert

Besinnlicher Reigen gegen den Vorweihnachtstrubel

Im Rahmen des 20-jährigen Bestehens des Pfarrverbandes Schönberg lud Chorleiter Tobias Bock zum Adventskonzert

Am Festtag Mariä Empfängnis wurde im Rahmen der Feierlichkeiten zum 20-jährigen Bestehen des Pfarrverbandes Schönberg ein Adventskonzert veranstaltet.
Hausherr Pfarrvikar Michael Brüderl konnte im Pfarrheim Oberbergkirchen viele Gäste begrüßen. So unterschiedlich die verschiedenen Musikbeiträge und Lesungen waren, so sehr merkte man dem Publikum an, wie es zunehmend die Ruhe und Besinnlichkeit in den Darbietungen genoss. Die Oberbergkirchner Musikanten unter der bewährten Leitung von Sepp Eibelsgruber machten mit „Die eilenden Hirten“ den Anfang. Somit war der Übergang aus einem hektischen Vorweihnachts-Samstag gelungen. Gedanklich konnte man sich jetzt in Richtung Krippe begeben. Das folgende „Macht hoch die Tür“ wurde abwechselnd als abgewandelter Chorsatz und als bekanntes Lied mit Unterstützung der Bläser dargeboten. In seiner ersten Ansprache ging es Pfarrvikar Michael Brüderl um den Adventsruf „Wachet auf!“. Das bedeute neben der Erwartung Gottes auch, dass der wache Mensch ganz im Augenblick leben würde. Der Lohkirchner Kirchenchor rührte mit seiner Interpretation des Liedes „Maria durch ein Dornwald ging“ die Herzen der Zuhörer. Danach sangen die Oberbergkirchner Chorfrauen vierstimmmig von der „Stillsten Zeit im Jahr“, begleitet von Christine Hoferer an der Gitarre. Später war noch ein zarter Kanon „Adventswunsch“ von dieser Gruppe zu hören. Ein schwungvolles, optimistisches „In das Warten dieser Welt“ des Bach-Entdeckers Felix Mendelssohn-Bartholdy schmetterte der Kirchenchor Oberbergkirchen, begleitet von Tobias Bock am E-Piano. In der nächsten Textmeditation wies Pfarrvikar Brüderl explizit darauf hin, dass der Advent keine Festzeit, sondern eine Vorbereitungszeit sei. Der Advent sei auch ein Zeichen für unser immer unvollständiges Leben und unsere Hoffnung auf Erlösung und Vollendung. Die Solistin Monika Kleindienst bezauberte mit einer selbstbewusst vorgetragenen Version des Welthits „From a Distance“, einem eigentlich traurigen Lied über Gottes Sicht auf die Welt. Die Oberbergkirchner Musikanten erfreuten mit „Übern See“ von Lorenz Maierhofer, aus dessen Feder auch das dramatische Stück „Es naht ein Licht“ für den Oberbergkirchner Kirchenchor war. Claudia Rude ließ ihre Querflöte mit Musik von Vivaldi und Händel erklingen und wurde dabei von Tobias Bock begleitet.
Zum Mitsingen stand traditionell wieder das „Tochter Zion“ auf dem Programm, eine Hymne, komponiert von Georg Friedrich Händel, auf dem Programm, veredelt durch das jubilierende Trompetenspiel von Johann Stadler jun. Bevor die Oberbergkirchner Musikanten mit „David Stadt ein großer Namen“ (sic!) und der Kirchenchor Lohkirchen mit „Nacht kimmt“ das Ende des Konzerts einläuteten, sprach Pfarrvikar noch von der Erwartung des Lichts an Weihnachten und der Frage, ob wir noch alle wissen, was wir da eigentlich feiern. Höhepunkt des Konzerts war die von Tobias Bock mit Sängern aus dem ganzen Pfarrverband eingeübte Messe des Amerikaners John Leavitt, aus der das Kyrie, das Sanctus und Agnus Dei zu hören waren. Tobias Bock durfte sich jetzt nur auf das Dirigieren konzentrieren, die Begleitung übernahm Manfred Hößl. Ungewöhnlich in den Harmonien, mit Anlehnungen an Filmmusik und südamerikanische Rhythmen, entfaltete die Musik aus der Neuen Welt einen eigenen, modernen Charme. Musiker und Sänger und besonders der Gesamtleiter Tobias Bock erhielten langanhaltenden Applaus.

Ein herrlicher Abend wurde den Besuchern des Adventskonzerts geboten.

(Bericht: Claudia Rude, Foto: Elisabeth Naurath)

2019-01-09T10:37:04+00:00