Elternbeiträge im Haus der Kinder Herz Jesu bleiben gleich

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 09.12.2025

Bauanträge
Die volle Zustimmung des Gemeinderats erhielten die Bauvorlagen für die Genehmigung der Wohnung im Dachgeschoss des Nebengebäudes am Dorfplatz 3.
Auch die Bauvorlagen zur Änderung der Außentreppe in Palmberg 10 befürwortete der Gemeinderat.
Zudem stimmte das Gremium dem Antrag auf Erlaubnis nach dem Denkmalschutzgesetz für Bestandsteilöffnungen in der Hofmark 1 zu.

Sanierung von Hydranten im Ortsbereich Zangberg
Der Gemeinderat hat in der Sitzung am 21.11.2017 im Grundsatz beschlossen, sanierungsbedürftige Hydranten im Bereich Zelger Berg zu erneuern bzw. nicht unbedingt benötigte Hydranten rückzubauen. Ein erster Hydrant wurde bereits erneuert. Mitte November fand ein Ortstermin mit Herrn Bauer von der gleichnamigen Firma statt. Mit der Umsetzung wurde bereits begonnen. Da der zu erwartende Kostenaufwand über einem Betrag von 10.000 Euro liegen dürfte, war eine Genehmigung der Maßnahmen im Gemeinderat erforderlich.
Herr Rauscheder brachte den Vorschlag ein, alle alten Hydranten, die älter als 20 Jahre sind, auf Undichtigkeit zu überprüfen. Bürgermeister Auer wird hierzu die Anzahl ermitteln lassen und Herrn Höpfinger um ein Kostenangebot bitten.
Abschließend zu diesem Tagesordnungspunkt stimmte der Gemeinderat der Erneuerung bzw. dem Rückbau von Hydranten gemäß eines vorgelegten Lageplanes zu sowie der Erneuerung des Oberflurhydranten am Dorfplatz und dem Rückbau eines Unterflurhydranten in Unterkiefering. Die Bauausführung erfolgt durch die Andreas Bauer GmbH aus Mitterskirchen, unter Mitwirkung des gemeindlichen Bauhofes. Die Abrechnung erfolgt nach Zeitaufwand.

Neubeschaffung Telefonanlage Haus der Kinder Herz Jesu und Schule Zangberg
Die bestehende Telefonanlage im Gebäude der Schule, des Kindergartens und des Horts Zangberg ist für die aktuelle Größe nicht mehr ausreichend. Die Geräte zeigen deutliche Alterserscheinungen, wie lange Ladezeiten, eine geringe Akkulaufzeit und häufige Unterbrechungen der Funkverbindung.
Um diese Bedingungen zu verbessern, wurde vorgeschlagen, das gesamte Gebäude mit einer einheitlichen Funkzelle (Dect-Mehrzellensystem) auszustatten, in der die neuen Telefone frei mobil genutzt werden können.
Diskutiert wurde hierzu die Frage, ob eine Telefonanlage nicht über WLAN aufgebaut werden kann, aber vermutlich ist ein Dect-Mehrzellensystem sicherer und stabiler und es wurde vermutet, dass die Reichweite größer sein würde.

Landkreiswerk; Beitritt weiterer Träger
Im Mai dieses Jahres hat der Gemeinderat der Gemeinde Zangberg die Gründung einer interkommunalen Gesellschaft („Landkreiswerk Mühldorf a. Inn gKU“) zur Betätigung im Bereich der Energieerzeugung und -vermarktung beschlossen.
Gemäß dem zugrundliegenden Vertragswerk ist ein Beitritt weiterer Träger durch Beschlussfassung der einzelnen Träger und Satzungsänderung möglich. Da die Gemeinde Kirchdorf den Beitritt zum Landkreiswerk Mühldorf a. Inn beantragt und nun auch beschlossen hat, ergeben sich daraus geänderte Beteiligungsverhältnisse des gKU.
Dem stimmte der Gemeinderat vollumfänglich zu.

Überörtliche Prüfung der Kasse sowie der Jahresrechnungen 2022 bis 2024; Bekanntgabe des Prüfungsberichtes der Staatl. Rechnungsprüfungsstelle
Die Staatliche Rechnungsprüfungsstelle hat kürzlich die überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2022 bis 2024 durchgeführt. Zu den nachfolgenden Punkten gibt die Gemeinde folgende Stellungnahmen ab:
1. Schuldenstand der Gemeinde:
Der Schuldenstand betrug zum 31.12.2024 895.000 €. Die Finanzierung der getätigten Investitionen insbesondere in die Sanierung der Kläranlage, PV-Anlage Kläranlage, Sanierung von Kanalleitungen, Errichtung Wasser-Verbindungsleitung und Anschluss weiterer Ortschaften, Erwerb HLF 10 sowie Schutzanzüge für die FF Zangberg und die Erweiterung der Kita war ohne Darlehensaufnahmen nicht möglich. Für die Kanalsanierung sowie die Wasser-Verbindungsleitung werden noch Zuwendungen erwartet in Höhe von 316.834 €. Die hohen Investitionen in die Wasserversorgungs- und Abwasserbeseitigungsanlagen werden über die Gebühren finanziert; die Anschlussnehmer zahlen die Investitionen über höhere Gebührensätze über längere Zeiträume zurück, die Gemeinde hat diese Kosten sozusagen für die Gebührenzahler ausgelegt. Die PV-Anlage auf dem Kläranlagendach soll sich über den geminderten Stromeinkauf refinanzieren. Für die Erweiterung des Hauses der Kinder Herz Jesu wurden bis Ende 2024 bereits 640.000 € ausgegeben; Zuwendungen werden erst in den Folgejahren eingehen.
Aufgrund dieser Ausführungen ist aus Sicht der Gemeinde Zangberg der Schuldenstand vertretbar.
2. Rechtzeitiger Erlass der Haushaltssatzungen:
Man wird zukünftig versuchen die Haushaltssatzung rechtzeitig zu erlassen und der Rechtsaufsichtsbehörde vorzulegen.
3. Einhaltung des Kostendeckungsprinzips:
Die Wasser- und Abwassergebühren werden in einem 3-Jahres-Rhythmus kalkuliert. Ergibt sich zum Ende eines Bemessungszeitraumes eine Über- oder Unterdeckung, so soll dies im nächsten Bemessungszeitraum, also in den nächsten drei Jahren, wieder ausgeglichen werden. Die Gemeinde Zangberg wird weiterhin das Kostendeckungsprinzip bei der Wasserversorgungsanlage beachten.

Neuerlass der Satzung über die Festsetzung der Grundsteuerhebesätze der Gemeinde Zangberg (Hebesatzsatzung)
Im November 2024 wurden die aktuellen Grundsteuer-Hebesätze auf 450 v.H. bei der Grundsteuer A sowie 320 v.H. bei der Grundsteuer B festgelegt Damals erklärte das Finanzamt, dass bereits sehr viele Festsetzungen erfolgt seien. Dies war aber tatsächlich nicht der Fall, bereits einige Wochen nach der Festsetzung erhielten wir Messbetragsfestsetzungen in nicht unerheblichen Umfang. Die Summe aller Messbeträge stieg damit an, danach sank diese wieder, wie prognostiziert. Im Ergebnis ist die Summe aber höher als im letzten Jahr angenommen.
Aktuell liegen Messbetragsbescheide vor für die Grundsteuer A von 3.790,23 €, für die Grundsteuer B von 47.678,48 € vor. Derzeit sind 22 Fälle noch nicht veranlagt. Auch mehrere Einsprüche sind noch nicht behandelt, was den Messbetrag wieder senken wird. Insgesamt rechnet die Verwaltung mit einer leichten Steigerung der Summe der Messbeträge.
Es wurde vorgeschlagen, den Hebesatz der Grundsteuer A bei 450 v.H. zu belassen sowie den Hebesatz der Grundsteuer B auf 300 v.H. zu senken. Um in etwa das Ergebnis aus dem letztjährigen Beschluss zu erzielen, würde sogar ein Hebesatz von 255 % ausreichen.
Mit zwei Gegenstimmen sprach sich der Gemeinderat mehrheitlich dafür aus, die bestehenden Hebesätze nicht zu verändern.

Haus der Kinder „Herz Jesu“; Anpassung der Elternbeiträge
Die Elternbeiträge wurden in der Vergangenheit alle zwei Jahre erhöht. Die letzte Erhöhung erfolgte zum September 2024. Damals wurden die Beiträge sehr deutlich angehoben, ausgelöst durch die hohen Personalkostensteigerungen, bedingt tariflicher Erhöhungen. Bereits jetzt sollte eine Entscheidung getroffen werden, da Anfang Februar 2026 die Anmeldung für das Kita-Jahr 2026/2027 stattfinden wird.
Die tariflichen Steigerungen betrugen bzw. betragen seitdem 3,0 % in 2025 sowie 2,8 % ab Mai 2026. Vorgeschlagen wird eine Erhöhung der Elternbeiträge um 6%.
Der Freistaat Bayern erhöht erfreulicherweise den staatlichen Anteil der Förderung ab 2026 um rund 10 %. Die eingesparten Kosten für Familien- und Krippengeld werden damit auf die Kindertageseinrichtungen verteilt.
Trotz der vorgeschlagenen Erhöhung sind die Elternbeiträge für das Haus der Kinder Zangberg im Landkreisvergleich sehr günstig. Grundsätzlich sollten mit den Elternbeiträgen 20 % der Kosten einer Kita abgedeckt sein; diese Quote erzielt man damit nicht. Deshalb war die vorgeschlagene Erhöhung eher als Anpassung zu betiteln.
In der Diskussion im Gremium wurde deutlich, dass im Gemeinderat die Meinung vorherrschte, die Eltern zum derzeitigen Zeitpunkt, auch unter Berücksichtigung politischer Entscheidung auf höheren Ebenen (z. B. Wegfall des „Kinderstartgeldes“), finanziell nicht mehr belasten zu wollen.
Im Ergebnis votierte der Gemeinderat bei einer Gegenstimme dafür, die Elternbeiträge im Haus der Kinder Herz Jesu nicht zum September 2026 zu erhöhen.

Antrag der SpVgg Zangberg auf Kostenbeteiligung für die Sanierung des Sportplatzes
Die SpVgg Zangberg hat im Herbst den Sportplatz saniert. Kosten sind dabei in Höhe von 27.726 € entstanden. Nun beantragt die SpVgg einen Zuschuss der Gemeinde für diese Maßnahme in Höhe von 5.000 €. Die Gemeinde Zangberg hat für diese Maßnahme bereits 1.719 € beigesteuert.
Gemeinderatsmitglied Rauscheder hat die große Eigenleistung der SpVgg-Mitglieder hervorgehoben, ohne die die Maßnahme nicht umsetzbar gewesen wäre.
Bürgermeister Auer führte aus, dass auch Schulsport auf der Anlage stattfindet, somit wäre der Zuschuss wohl gut zu rechtfertigen.
Einstimmig sprach man sich dafür aus, dass ein Zuschuss in Höhe von 5.000 € gewährt wird. Hier sind die Materialkosten, die die Gemeinde Zangberg bislang ausgelegt hat, bereits inbegriffen.

Rückblick und Vorschau
Wie üblich zum Jahresende, gab Bürgermeister Auer einen Rückblick auf das ablaufende Jahr. Er zog ein positives Resümee, vieles wurde geschafft bzw. in die Wege geleitet. Er gab auch einen Ausblick in die Zukunft, welche Projekte für die Gemeinde interessant wären.