Weitere Planung zum Krameranwesen beschlossen

Auszug aus der Gemeinderatssitzung vom 01.07.2026

Bauantrag
Dem Antrag auf Baugenehmigung mit Nutzungsänderung und Umbauarbeiten am best. Wohnhaus, Anbau eines überdachten Balkons und Neubau eines Pools mit Abstellraum in Hofering 1 wurde zugestimmt.

Umbau Krameranwesen, Hauptstr. 6; Planungsvarianten
Hierzu stellte der Architekt Georg Lorenz in der Sitzung des Bauausschusses drei Varianten für den Umbau des Krameranwesens vor, die nach den Vorgaben des Gemeinderates erarbeitet wurden.
Alle drei Varianten sehen die Schaffung von Wohnräumen über der Garage vor. Bei Variante 1 bleibt der Dachstuhl des Wohnhauses unverändert. Bei den Varianten 2 und 3 wird der Dachstuhl bei gleichbleibender Dachneigung um etwa einen Meter angehoben.
Nach Beratungen im Gemeinderat sprach man sich einstimmig dafür aus, auf der Grundlage der Variante 1 mit vier Wohnungen und ohne Anhebung des Dachstuhls des Hauptgebäudes die Planungen fortzuführen. Die Verwaltung wurde beauftragt, den Antrag auf kommunale Wohnbauförderung bei der Regierung von Oberbayern zu stellen. Des Weiteren soll der Planentwurf mit der Regierung von Oberbayern abgestimmt werden.

Schulhaus Schönberg; Sanierung der Toiletten im Obergeschoss (Hortbereich)
Die Toiletten im Obergeschoss wurden bei der Einrichtung der Kindergartengruppen in der Schule lediglich provisorisch hergerichtet und sind ausschließlich für Kleinkinder geeignet. Da ab dem kommenden Kindergartenjahr im Obergeschoss der Schule eine Hortgruppe mit 25 Kindern untergebracht wird, sind die Sanitäranlagen nicht mehr geeignet. Auch hier bestand Einigkeit im Gremium und man beschloss, die Toiletten im Obergeschoss der Schule (Hortbereich) entsprechend der bereits sanierten Sanitäranlagen im Untergeschoss umzubauen und zu sanieren. Die Vorarbeiten sollen nach Möglichkeit vom gemeindlichen Bauhof übernommen werden.

Zustandsbericht zum Pfarrheim Schönberg
Gemeinderats- und Kirchenverwaltungsmitglied Robert Kleindienst berichtete, dass für den Unterhalt und Betrieb des Pfarrheimes aktuell noch ca. 9.000 Euro zur Verfügung stehen. Von dieser Summe werden bereits jährlich ca. 3.000 Euro für Strom, Heizung und Müll verbraucht. Um die unausweichliche Schließung des Pfarrheimes noch etwas hinauszuzögern, hat man sich dafür entschieden, eine Benutzungsgebühr in Höhe von 200 Euro zu verlangen. Die Stromkosten kommen zu diesem Betrag noch hinzu. Hierüber zeigen sich die Schönberger Bürger alles andere als erfreut.
Beim Aspertshamer Pfarrhaus ist es bereits sicher, dass es zeitnah abgerissen wird und das Grundstück dann auf Erbpacht veräußert wird.

Sachstandsbericht zum Errichten eines First-Responders bei der FF Aspertsham
Wie bereits berichtet, gibt es Überlegungen, einen First-Responder-Stützpunkt bei der FF Aspertsham einzurichten. Mitte Juni fand hierzu ein weiteres Treffen mit Teilnehmern aus verschiedenen Bereichen statt. Seitens der Integrierten Leitstelle (ILS) Traunstein wurden die möglichen Einsatzzahlen für einen First-Responder-Stützpunkt in Aspertsham ermittelt. Es wären jährlich ca. 25 Einsätze. Außerdem wurde ein Vorschlag für den Umgriff des Einsatzgebietes unterbreitet. Der Erste Bürgermeister Alfred Lantenhammer, Mitglied des Zweckverbandes für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung, verwies nochmals auf die Rettungssituation im nördlichen Landkreis Mühldorf. Aufgrund der ländlichen Struktur hält der Rettungswagen (RTW) aus Neumarkt-Sankt Veit die gesetzliche Vorgabe, 80% der Einsätze innerhalb von 12 Minuten zu erreichen, nicht ein. Besonders betroffen ist das Gebiet westlich von Neumarkt-Sankt Veit mit den Gemeinden Schönberg und Lohkirchen. Lantenhammer zeigt sich sehr erfreut über die Bereitschaft der Feuerwehr Aspertsham, einen First-Responder-Stützpunkt einzurichten und dadurch die Notfallsituation für die Bevölkerung zu verbessern.
Herr Gschwendner, Kreisbrandrat Julian Liebermann und Michael Lanzinger von den First Responder Ranoldsberg äußerten jedoch auch Bedenken. Nach ihrer Einschätzung könnten die zu erwartenden vergleichsweise geringen Einsatzzahlen langfristig zu einem Rückgang der Motivation der Einsatzkräfte führen. Diese Bedenken sollten in die weiteren Überlegungen mit einfließen.
Letztlich war man sich im Gremium einig, dass die Einrichtung eines First-Responder-Stützpunktes in Aspertsham befürwortet wird.

Krisenplan zur Bewältigung eines flächendeckenden langanhaltenden Stromausfalls (Blackout); Fortschreibung 2026
Da für Freitag, 23.10.2026, eine Blackout-Übung aller Gemeinden im Landkreis Mühldorf a. Inn geplant ist, soll hierfür ein Krisenstab gebildet werden, der die notwendigen Maßnahmen bespricht und veranlasst. Im Gemeinderat sprach man sich dafür aus, den Krisenplan mit den Zuständigkeiten wie folgt fortzuschreiben:
– Stab und Innenkommunikation: kompletter Gemeinderat, Einteilung nach Bedarf
– Botendienste bei Ausfall von Telefon, Handy und Internet: Josef Leitl
– Sofortiger Einkauf von Lebensmitteln und Hygieneartikeln: Andreas Eichinger
– Bargeldversorgung: Robert Kleindienst