Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Irl

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Vorgaben in beiden Jagdbögen erfüllt

Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Irl

Ein eher ruhiges und zufriedenes Jahr liegt hinter der Jagdgenossenschaft Irl. Lobende Worte gab es an die Jägerschaft bei der Versammlung beim Wirt z’Irl : Die Abschusszahlen wurden erreicht, es gibt kaum Verbiss im Revier, im abgelaufenen Jahr wurden (noch) keine Schweine gefährtet und die Rehwilddichte hat sich leicht erholt. Zu Denken geben Biber und Krähen. Im Rechenschaftsbericht erläuterte Vorstand Georg Blieninger diverse Aktivitäten: Im Frühjahr fand in Ranoldsberg mit dem „Bund für Vogelschutz“ eine Besprechung bezüglich des Schutzes der Kiebitze statt. Die Vogelschützer appellierten an die Landwirte, die Nester im Frühjahr, von Mitte März bis Ende Mai, zu schützen, nach Möglichkeit mit Arbeitsmaschinen zu umfahren. Einige Landwirte übten herbe Kritik. „Wenn die Krähe weiter so geschützt wird, hat das mit den Bodenbrütern keinen Sinn.“ Ein weiteres Thema war die Biber- und Krähenplage sowie streunende Hunde. Dann erläuterte Blieninger, dass in anderen Landkreisen der Biber nicht so streng geschützt wird wie im Landkreis Mühldorf. Nach dem Bericht des Vorstandes hatte Kassier Eduard Maier das Wort. Nach Gegenüberstellung der Ein- und Ausgaben wurde ein kleines Plus erwirtschaftet. Bei den Rücklagen konnte Maier einen erfreulichen Kassenstand vorweisen. Jagdpächter Willi Bach bezeichnete den Bestand an Rehwild als gut, aber nicht überhöht. Die Zahl der vier Unfallrehe im Straßenverkehr ist rückläufig. Jedes angefahrene Wild soll gemeldet werden, die Tiere haben meist Knochenbrüche und verenden dann langsam. Durch die Zwischenfruchtmischung, die auch in den letzten Jahren gut angenommen wurde, wird für das Rehwild ein Angebot zu Äsung und zur Deckung geschaffen. Erfreulich zeigte sich Willi Bach über das jeweilige Melden von Grasschnitten. Das ermöglicht es den Jägern, die Wiesen zu begehen, um nach Jungtieren Ausschau zu halten. Durch das Absuchen konnten im letzten Jahr neun Kitze vor dem Mähtod gerettet werden. In diesem Jahr wurde keine Treibjagd durchgeführt. Pächter Willi Bach stellte die Jägerschaft vor, insbesondere Simon Bach, der die Jägerprüfung bestanden hat. Für den Jagdbogen Irl eins berichtete in Vertretung Eva Lantenhammer von einem ruhigen Jagdjahr, dass der Abschuss mit 34 Rehen, davon neun Unfallrehe, voll und ganz erfüllt sei. Neben acht Füchsen und zwei Hasen, wurden 20 Krähen erlegt. Viel Zeit wurde für die Hochstände aufgewendet, die in die Jahre gekommen waren und saniert werden mussten. Die beiden Jagdpächter bedankten sich bei Vorstand und Jagdgenossen für die Verstärkung. Da es zum Schluss der Versammlung bei Wünsche und Anträge keine Wortmeldung gab, ging man zum Tagesordnungspunkt „traditionelles Rehessen“ über. (Bericht: Franz Maier)

2018-02-21T15:24:39+00:00