Jagdgenossenschaft Irl hielt Jahreshauptversammlung ab

//Jagdgenossenschaft Irl hielt Jahreshauptversammlung ab

Jagdvorstand und Jäger besorgt um Kiebitze

Berichte aus der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Irl

Im Mittelpunkt der Jagdversammlung im Gasthaus Ottenloher beim „Wirt z´Irl“ standen neben dem Rehessen die Berichte von Vorstandschaft der Fortbestand und weitere Vermehrung der Bodenbrüter, besonders der Kiebitz, der als Brutvogel deutschlandweit stark gefährdet ist, auf dem Programm. Dass der Kiebitz überhaupt noch vorkommt, liegt mitunter am hohen Lebensalter von über 20 Jahren. Trotz Schutzmaßnahmen durch Landwirte und Jäger ist die Gefahr durch natürliche Feinde eben groß, vor allem die Krähen, die während der Brutzeit geschützt sind und die Nester „rauben“, Grundbesitzer, die Kiebitz freundlich wirtschaften und die Brutplätze abstecken, werden mit Zuwendungen honoriert. Nach einer kurzen Schweigeminute für die verstorbenen Jagdgenossen trug Kassenführer Eduard Maier einen detaillierten Kassenbericht vor. Durch die Neuanschaffung und Instandhaltung von Maschinen und Geräten war ein Minus zu verzeichnen, die Kosten für den neuen Holzspalter betrugen 4.800 Euro. Durch die Rücklagen ist ein solider Kassenstand gegeben. Bei den Neuwahlen im vergangenen Jahr wurde die Vorstandschaft im Amt bestätigt, neu besetzt wurde ein Kassenprüfer von Georg Geiselbrechtinger. Die Jagdgenossenschaft hat auch Geld, so Blieninger, für eventuelle Schäden durch das Schwarzwild zurückgelegt, auch dem Antrag von den Jägern für eine Beteiligung beim Kauf einer Biberfalle wurde zugestimmt. Jagdpächter Alfred Lantenhammer informierte die Jagdgenossen, dass sein Areal um zwei Jäger erweitert wurde, die mit Erfolg die Jagdprüfung ablegten. Durch die Anhebung des Abschussplanes ist der Rehbestand leicht rückläufig. Die alten Böcke bleiben im Bestand, sie verhindern den Verbiss durch das Jungwild. Gutes Einvernehmen besteht mit den angrenzenden Jagdrevieren. Lantenhammer erwähnte auch, dass mit dem Einsatz der Kitzretter zwar positive Erfahrungen gemacht wurden, die frühzeitige Bekanntgabe der Mähtermine aber essenziell wichtig sei. Der Bericht von Jagdpächter Raphael Bach zeigte auf, dass es immer noch einen relativ hohen Anteil von Wildschäden durch Kollisionen mit Autos gibt. Kitzretter, die ein blaues Licht und ein akustisches Signal aussenden, fördern, dass die Geiß das Kitz aus der Wiese holt. Bach wies darauf hin, dass das Schwarzwild näher kommt und die Gefahr zunehmen wird. Leider muss auch festgestellt werden, so der Jagdpächter, dass sich der Biber weiter ausbreitet, die entstehenden Schäden sind enorm. Abschließend bedankte sich Blieninger bei allen Anwesenden.
(Bericht: Franz Maier)

2020-02-19T10:34:38+00:00