Lohkirchner Jagdgenossen zogen Bilanz

//Lohkirchner Jagdgenossen zogen Bilanz

Krähen weiterhin Problem in Revier

Bei der Jagdversammlung Lohkirchen berichteten die Jagdpächter über einen erfüllten Abschussplan

In seinem Rückblick erwähnte Jagdvorstand Bernhard Schneider, dass wieder das Verbissgutachten erstellt worden sei. An vier verschiedenen Stellen sei man dazu in den Jagdbögen gewesen. In den Revieren sind wenige Tannen vorhanden, so Schneider, wären noch weniger da, könnte man eigentlich kein Verbissgutachten mehr aufnehmen. Abschließendes Resümee des Jagdvorstandes, es sei eine leichte Verbesserung zu verzeichnen. Weiter wurde die Hegeversammlung besucht und auch der Foliencontainer wurde wieder aufgestellt. Über drei Tonnen Folie wurden so wieder umweltgerecht entsorgt. Ein Selbstläufer sei inzwischen der Anbau der Zwischenfrucht geworden. „Die Nachfrage ist hier sehr groß“, so Schneider, der betonte, dass es noch größeren Bedarf gäbe. In seiner Vorschau berichtete der Jagdvorsteher, dass die Hegeringversammlung demnächst stattfindet, dort wird auch der Abschussplan besprochen. Beim Fuhrpark stand bei der Hackmaschine eine größere Reparatur an. Die weiteren Maschinen, wie Kehrmaschine und Ackerwalze, wurden sehr gut angenommen. Die Ackerwalze war gegenüber des Vorjahres (85 ha) um knapp 100 Prozent mehr (165 ha) im Einsatz. Abgestimmt wurde, dass der Jagdschilling nicht ausbezahlt wird, dass die Frauen wieder zum Jagdessen geladen werden und dass auch der Foliencontainer wieder aufgestellt wird. Zum Kassenbericht gab Martin Gruber an, dass die Genossenschaft ein Guthaben von über 350 Euro erwirtschaftet hat. Als ärgerlich empfand Gruber die geforderte Auszahlung des Jagdschillings in Höhe von knapp über 30 Euro, obwohl beschlossen worden sei, dass dieser nicht ausbezahlt werde. „Dies bedeutete für uns einen großen Aufwand an Arbeit, der nicht hätte sein müssen“, meinte Gruber. Für den Jagdbogen drei berichtete Pächter Michael Voglsamer, dass der Abschuss bis zum März erfüllt sein wird. Neben elf Füchsen wurden auch drei Dachse und 26 Krähen erlegt. Apropos Krähe: Deren Bejagung beschrieb Voglsamer als schwierig, da die Tiere sehr vorsichtig und schlau sind und zwischen den Revieren wechseln. Für die Bejagung braucht es gute Plätze. Ebenfalls bleibt der Biber ein Problem im Revier. Zum Verbissgutachten berichtete Michael Voglsamer, dass die Jäger oft eine Waldbegehung machen, um den Verbiss in Grenzen zu halten. Weiter appellierte er an die Anwesenden, wenn es irgendwelche Probleme im Revier gäbe, stünden die Jäger gerne zur Ansprache bereit. Auch die Pächter des Jagdbogen zwei (Wolfgang Auer) und Jagdbogen eins (Sigi Harlander) konnten den Abschussplan erfüllen. Wolfgang Auer sieht in seinem Revier ebenfalls die Probleme bei den Krähen. Abschließend bedankten sich die Jäger für die gute Zusammenarbeit mit Landwirten und Jagdgenossenschaft sowie für die Unterstützung durch Futter und Sachspenden. Zweiter Bürgermeister Martin Gruber bedankte sich für die gute Arbeit der Jäger und der Genossenschaft. Man merke, dass hier Harmonie herrsche, so Gruber. Sollte es dennoch Schwierigkeiten geben, bat er das Gespräch mit den Verantwortlichen zu suchen. Bernhard Schneider bestätigte, dass die Reviere gut betreut werden und wies darauf hin, dass 2020 wieder Neuwahlen auf dem Programm stehen.
(Bericht: Rita Stettner)

2019-02-07T08:07:26+00:00