Details der Ausführungsplanung für die Kita-Erweiterung festgelegt

Auszug aus der Gemeinderatssitzung Lohkirchen vom 11.04.2024

Schülerehrung
Anfangs wurde Lukas Obermaier aufgrund seiner herausragenden schulischen Leistungen geehrt. Herr Obermaier konnte an der Bürgerversammlung nicht teilnehmen, daher hat man ihm im Zuge der Gemeinderatssitzung gratuliert und die Urkunde sowie ein Präsent der Gemeinde überreicht.

Erweiterung der Kindertagesstätte Lohkirchen; Bauzeitenplan
Der zur Gremiumssitzung anwesende Architekt Gerhard Bichler führte aus, dass, wenn möglich auf eine Winterbauzeit verzichtet werden soll. Insbesondere die Estricharbeiten sollen noch vor dem Winterbeginn ausgeführt werden, damit die Beheizung durch die Gebäudeheizung erfolgen kann. Gelingt dies nicht, verschieben sich die Estricharbeiten auf das zeitige Frühjahr. Damit die Arbeiten noch vor Winterbeginn abgewickelt werden, sollen die Estricharbeiten und auch weitere Gewerke baldmöglichst ausgeschrieben werden. Ohne Gegenstimme hat man den Bauzeitenplan für die Erweiterung der Kindertagesstätte Lohkirchen genehmigt.

Erweiterung der Kindertagesstätte Lohkirchen; Details bei der Ausführungsplanung
Nachdem der Zeitraum zwischen der Erstellung und dem Versand der Leistungsverzeichnisse meist nur sehr kurz ist, müssen alle grundlegenden Entscheidungen bereits im Vorhinein getroffen werden. Hierfür erläuterte der Architekt anhand eines Lageplanes die Außenanlagenplanung. Insbesondere hat man sich mit der Platzierung der Zauntore beschäftigt. Ferner wurde den Gemeinderatsmitgliedern mitgeteilt, dass der Abbau des Kinderwagenabstellplatzes sowie das Versetzen des Gartenhauses durch den gemeindlichen Bauhof ausgeführt wird. Des Weiteren hat man sich auch hinsichtlich der Ausführungen der Fenster, Bodenbeläge, Sonnenschutz sowie der Decken beraten und entschieden. Die Auswahl der Bemusterung der Böden, Fliesen, usw. sollen mit der Einrichtungsleitung abgestimmt werden. In Bezug auf die Estricharbeiten hat man sich für die Ausführung mittels Zementestrich entschlossen. Bei den Decken im Gang des Erdgeschosses und in den Gruppenräumen sollen Streulochdecken zur Schalldämmung zwischen den Holzbalken angebracht werden. Die Balken sind dadurch an der Unterseite sichtbar. Im Untergeschoss soll die Betondecke gespachtelt und zusätzlich eine Streulochdecke nur für den Fall vorgesehen werden, dass diese für Schallschutz oder zur Verkleidung von Leitungen nötig ist. In den Außenanlagen werden Betonplatten verbaut. Der Zugang soll wassergebunden mit Staffner Kies befestigt werden. Die Parkplatzsituation wird vorübergehend nur als Provisorium in Kies ausgeführt, da über kurz oder lang die Fläche im Bereich des Behelfsheimes Schulweg 1 zur Verfügung stehen wird. Die Leitungen für den späteren Einbau von Gullys werden aber bereits vorgesehen.

Änderung des Bebauungsplanes Wotting I, Behandlung der bei der Träger- und Bürgerbeteiligung eingegangenen Stellungnahmen sowie Billigungsbeschluss
Das Landesamt für Denkmalpflege wies auf die Verpflichtung hin, eventuell zu Tage tretende Bodendenkmäler zu melden. Hierzu soll ein entsprechender Passus in den Bebauungsplan aufgenommen werden. Vom Wasserwirtschaftsamt kamen Anregungen bzgl. der Gefahren durch Starkregen und damit verbundene Sturzfluten. Als Hinweis wird dazu im Bebauungsplan aufgenommen, dass die Rohfußbodenoberkante des Erdgeschosses der geplanten Gebäude mindestens 25 cm über der höchsten Geländeoberkante unmittelbar am Bauvorhaben liegen soll. Gebäude, die aufgrund der Hanglage ins Gelände einschneiden, sind bis 25 cm über Gelände konstruktiv so zu gestalten, dass infolge von Starkregen oberflächlich abfließendes Wasser nicht eindringen kann. Zudem wurde eine wassersensible Gebäudeplanung empfohlen, dazu insbesondere die Begrünung von Flachdächern. Diesem Hinweis folgte der Gemeinderat und ergänzte dies in den Festsetzungen. Zudem sollen Anmerkungen aufgenommen werden, die auf die Gefahren von Starkregen eingehen. Die Regierung von Oberbayern wies auf die Ortsrandlage hin. Diese erfordere eine an die Umgebung angepasste Bauweise und schonende Einbindung der geplanten Neubauten in das Orts- und Landschaftsbild. Hierzu merkte der Gemeinderat an, dass in der Planung ohnehin nur ortstypische Gebäudetypen vorgesehen sind, auch eine Ortsrandeingrünung sei ausreichend vorgesehen. Die Planung wurde mit der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt.
Einvernehmlich hat der Gemeinderat dann Bebauungsplan „Wotting, Deckblatt Nr. 1“ mit den beschlossenen zum Zwecke der öffentlichen Auslegung und der Beteiligung der Träger öffentlicher Belange gebilligt.

Freiwillige Feuerwehr Lohkirchen; Bestätigung des Ersten und Zweiten Kommandanten
Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Lohkirchen am 10.04.2024 standen Neuwahlen auf dem Programm. Dabei wurde Herr Georg Wechselberger als Erster Kommandant und Herr Franz Neuhofer als Zweiter Kommandant gewählt. Die neu gewählten Kommandanten wurden durch das Gremium bestätigt.

Sanierung Kanalnetz Lohkirchen; sofortige Sanierung im Bereich Hauptstraße 11/Siedlungsstraße 2
Der Eigentümer des Anwesens Hauptstraße 11 ist an die Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen herangetreten, da dieser die Einfahrt pflastern und dabei mittels einer Rinne das Regenwasser in den Regenwasserkanal leiten wollte. Während den Arbeiten wurde festgestellt, dass der Kanal nahezu vollständig mit Wurzeln zugewachsen ist. Ein weiteres Problem ist, dass sowohl der Regen- , als auch der Schmutzwasserkanal über Privatgrundstücke verlaufen. Eine Sicherung durch Dienstbarkeit besteht nicht. Grundsätzlich könnten alle Grundstücke auch Hausanschlüsse von anderen Kanälen erhalten. Soll der Kanal jedoch weiter betrieben werden, ist die Eintragung einer Dienstbarkeit für insgesamt sieben Flurstücke erforderlich. Dem Gemeinderat wurden als weitere Vorgehensweise zwei verschiedene Varianten vorgestellt. Die erste Variante wäre, die Kanäle auf Dauer beibehalten und bedarfsgerecht sanieren und die zweite, dass man den Kanal aufgibt und an anderer Stelle eine Kanalanschlussmöglichkeit in einem öffentlichen Grundstück schafft. Für die erste Variante würden Zuwendungen nach RZWas in Höhe von 40 % in Betracht kommen. Hierfür hat die Gemeinde Lohkirchen auch bereits eine Zuwendungsbescheid erhalten. Diese Thematik wurde im Gremium kontrovers diskutiert. Auf lange Sicht wäre es sinnvoll, die Kanaltrassen zu reduzieren, da diese auch nach Sanierung Kosten für den Unterhalt verursachen. Allerdings wäre dies mit Aufwand für die Grundstückseigentümer verbunden, da die Grundstücksentwässerungsanlage auf eigene Kosten umgebaut werden müssten. Es wird jedoch in jedem Fall zu Umbauten kommen, weil die Kontrollschächte für die Schmutzentwässerung nachgerüstet werden sollen. Letztendlich hat man sich für dafür entschieden, dass die Kanäle in den Haltungen für Oberflächenwasser sowie Schutzwasser auf Dauer beibehalten und bedarfsgerecht saniert werden sollen.

Straßenbestandsverzeichnis; Einziehung einer Teilstrecke der Ortsstraße 6 „Schulweg“
Einstimmig hat man sich für die Einziehung einer östlichen Teilstrecke der Ortsstraße 6 „Schulweg“ ausgesprochen.

Errichtung einer Tischtennisplatte am Spielplatz vom Kindergarten/Hort
Seitens des Gemeinderatsmitgliedes Rupert Kirchisner wurde ein Antrag auf Errichtung einer Tischtennisplatte am Spielplatz vom Kindergarten/Hort gestellt. Die Hälfte der Kosten für die Tischtennisplatte würden vom Kinderförderverein LOKI übernommen werden. Von Herrn Kirchisner wurde auch bereits ein Angebot mit einer Summe von etwas mehr als 2.000 Euro eingeholt. Im Gremium bestand Einverständnis mit dem Kauf.

Breitbandausbau
Gemeinderatsmitglied Kirchisner führte aus, dass im Bereich der Siedlungsstraße acht Eigentümer Interesse an einem Glasfaseranschluss hätten. Zu bedenken ist aber, so ein Hinweis aus dem Gremium, dass dann die Straße aufgeschnitten werden würde, womit nicht alle Anlieger einverstanden sind.