Bericht von der Bürgerversammlung Oberbergkirchen

//Bericht von der Bürgerversammlung Oberbergkirchen

Null Euro Schulden – eine Millon Rücklagen

Bürgermeister Hausperger hält Kindertagesstättenbau wichtig für Gemeinde

Reges Interesse an der Gemeindepolitik bekundeten viele Gemeindebürger mit ihrem Besuch an der Bürgerversammlung in der „Hütte“ beim Wirt z`Irl. Von der Infrastruktur über Breitbandausbau und Kindertagesstätten-Neubau bis zur Ausweisung von Baugebieten reichte die Übersicht, die Bürgermeister Michael Hausperger bei seinem Rückblick gab. Dazu hat die Gemeinde Null Euro Schulden und eine Million auf der hohen Kante. Oberbergkirchen ist eine von nur fünf schuldenfreien Gemeinden im Landkreis, bei vier von diesen Gemeinden sind die Bürgermeister auch Handwerksmeister.
Die Kindergartenplätze in der Gemeinde sind voll belegt, steigender Bedarf erfordert einen Neubau der Kindertagesstätte, sagte Bürgermeister Hausperger. Für das kommende KiTa-Jahr sind bereits 68 Regelkinder, 21 Krippenkinder und 10 Schulkinder gemeldet. Der Gemeinderat hat einen Neubau einer Kindertagesstätte auf dem freien Grundstück neben der Schule beschlossen, fünf Gruppen soll die Einrichtung beherbergen. 4,6 Millionen Euro lässt sich die Gemeinde den Bau kosten, unterstützt durch eine Förderung von rund 2,3 Millionen Euro und einem KfW Darlehen von etwa zwei Millionen Euro. Mit den Bauarbeiten wurde schon begonnen.
Der Ausbau der Breitbandversorgung im Gemeindegebiet schreite weiter voran. Einige Ortschaften haben bereits seit Januar 2018 eine bessere Versorgung. Der Außenbereich wird mit Glasfaser bis ins Haus ausgebaut. Zum aktuellen Stand des Verfahrens gab das Gemeindeoberhaupt an, dass man kurz vor der Vertragsunterzeichnung mit dem Betreiber steht, Fertigstellung ist im Dezember 2020 geplant.
Beim barrierefreien Ausbau im Dorf ist man leicht im Verzug. Mit den restlichen Arbeiten wurde begonnen. Treppenaufgänge werden umgebaut und die Geländer werden noch angebracht und die Sitzbänke neu gestaltet.
Mit 100 Jahre Freistaat Bayern und 200 Jahre Verfassungsstaat wurden 2018 zwei Jubiläen gefeiert. Aus diesem Anlass pflanzten zwei Schulklassen zwei kräftige Winterlinden. Es ist eine Wiese, so Hausperger, mit vielen verschiedenen Blumen und Kräutern, eine Blühfläche mit Hecken und Sträuchern für Bienen und Insekten.
Großes Lob richtete Bürgermeister Hausperger an die Gemeindearbeiter. Einige Baumaßnahmen wurden vom Bauhof in Eigenleistung durchgeführt. Zum Baugebiet „Am Hang“ sagte Hausperger, es seien 18 Parzellen verkauft und teilweise bereits bebaut, eine Parzelle sei noch frei. Die Fertigstellung des Neubaugebietes erfolgte bereits im letzten Jahr, durch den Hang ist es zu einer attraktiven Lage geworden. Hauptsächlich einheimische Bürger bewohnen das Gebiet. Gut angenommen wird die Bücherei im Bäckeranwesen, sie hat sich zu einem Mittelpunkt im Oberbergkirchner Dorfleben entwickelt.
Ferner wurde eine Mobilfunkmessung durchgeführt. An sechs verschiedenen Stellen wurden die elektromagnetischen Felder gemessen, eine Radio-Fernsehstrahlung war kaum feststellbar. Die festgestellten Messwerte liegen um ein 10-faches niedriger als bei einem Schnurlostelefon. Der Standort und die Höhe des Mastens sind wohl für Oberbergkirchen gut gewählt, auch die Schule und das neue Kindergartenhaus sind wenig betroffen. An verschiedenen Plätzen im Gemeindegebiet werden Blühflächen angebaut. Bei günstiger Witterung wird der Bauhof den Boden bearbeiten und ansäen. Ebenso wurde laut Bürgermeister ein Baumkataster erstellt.
In seiner Vorschau gab Hausperger bekannt, dass außer dem bereits erwähnten Neubau des Kinderhauses, einem Regenrückhaltebecken in Aubenham und kleineren Straßensanierungen heuer keine weiteren Baumaßnahmen durchgeführt werden.
Der Spielplatz im Baugebiet Am Hang soll in diesem Jahr nun verwirklicht werden. Der Bauhof wird mit dem neuen Gemeindearbeiter, Anton Neudecker, verstärkt werden. Er wird zur Fachkraft der Wasserversorgung ausgebildet. (Bericht: Franz Maier)

2019-04-17T12:07:31+00:00