Feuerwehren übten gemeinsam

//Feuerwehren übten gemeinsam

Wichtige Handgriffe, die Leben retten können

In einer gemeinsamen THL Übung der Feuerwehren Lohkirchen und Zangberg wurde das Bergen einer verunfallten Person aus dem Auto geübt

Wie wichtig die richtigen Handgriffe zur Rettung von Personen aus einem verunfallten Auto sind, zeigten den Lohkirchner Floriansjüngern die Männer der Feuerwehr Zangberg. Geübt wurde dazu in Hinkerding bei Lohkirchen. Da die Lohkirchner Feuerwehr keinen Spreitzer und auch keine Schere besitzen, hatten sie jetzt Gelegenheit, dies mit den Zangberger Gerätschaften zu testen. Das Szenario zeigte ein Unfallauto, bei dem eine Person eingeklemmt war. Bevor es los ging, gab es als Tipp, immer Aidshandschuhe zu tragen. Schnell kann es sein, dass vom Notarzt Unterstützung bei der verunfallen Person benötigt wird, sollte man da die Handschuhe erst anziehen müssen, gehe wertvolle Zeit verloren. In jedem Wagen befindet sich eine Rettungskarte, die den Helfern zeigt, wo alles zu finden ist. Wichtig ist auch, dass ein Feuerlöscher neben dem Auto bereit steht, damit man jederzeit löschen könne, falls es zu brennen anfängt. Wichtig – der Schutz der im Wagen befindlichen Personen steht an erster Stelle. Die Verletzten sollten bei der Bergung mit Decken gegen Splitter und Glasscherben, die bei der Rettung entstehen könnten, geschützt werden. Ständiger Gesprächskontakt und die Absprache zur Vorgehensweise der Rettungsmaßnahmen mit dem Notarzt, sind ein wichtiges Augenmerk, um die Verletzten möglichst schonend bergen zu können. Unter Anweisung der Zangberger stabilisierten die Lohkirchner das Auto, erst im Stand mit Schläuchen und dann in Seitenlage mit Leitern gegen das Kippen. Dann wurden sämtliche Scheiben aus dem Auto entfernt. Wichtig ist auch den Airbag gegen das vorzeitige Auslösen zu sichern. Der Bergende sollte auch immer bei seiner Arbeit einen Gehörschutz tragen, falls sich der Airbag trotzdem auslöst (Knall). Keine Berührungsängste hatten dann die Lohkirchner beim Arbeiten mit Spreitzer und Zange. Dies meisterten sie für das erste Mal ganz gut. Schnell waren die Türen und die abstehenden Teile entfernt. Zum Schluss ging es ans Dachabschneiden, so dass die Person schonend aus dem Auto gehoben werden konnte. Während der ganzen Übung gab es viele Tipps zur Anwendung der Gerätschaften und Bergung von den Zangbergern. Die Übung nutzten auch einige Zuschauer, um zu sehen, wie eine richtig angewandte technische Hilfeleistung aussieht. Nach Beendigung der Übung gab es von den Anwesenden Applaus für das Geleistete. Im Anschluss trafen sich die Floriansjünger beider Wehren zur Nachbesprechung im Gasthaus Spirkl in Hinkerding.

Gemeinsam übten die Feuerwehren das Bergen einer verunglückten Person.

(Bericht und Foto: Rita Stettner)

2018-06-07T09:22:28+00:00